Bericht über das theoretische Studiensemester – (15)
July 16th, 2008 Posted in Indonesien, Uni7. Allgemeine Tips
Wie bereits oben genannt, kann man sich nach Ankunft in Yogyakarta vorübergehend in der Gegend von Jl. Malioboro und Sosrowijana eine Bleibe suchen. Es ist allgemein ratsam sich einen Reiseführer über Indonesien zu kaufen. Empfehlenswert sind hier der Lonley Planet oder der Footprint, andere Reiseführer haben die Tendenz eher für ältere Reisende geschrieben worden sein und beinhalten eher teurere Hotels. Empfehlen lässt sich Bedhots Homestay, etwas versteckt, dafür sauber, billig und sehr nett. Aber auch andere Hotels sind dort zu finden (im speziellen in Gang I oder II), die sehr günstig sind und eigentlich auch immer ein Zimmer übrig haben. Man muss dann aber selber herausfinden, welches Hotel seinen Geschmack trifft, da es mit der Sauberkeit nicht immer so groß gehalten wird.
Man kommt relativ schnell in Kontakt mit Indonesiern die auch bei der Unterkunftssuche behilflich sind, man hat eigentlich keine Chance ihnen zu entgehen und jedes Semester trifft auch auf die selben Leute, ansonsten kann man auch abends im Bir Bintang (Jl. Sorowijana) erste Kontakte mit Indonesiern als auch mit anderen Studenten knüpfen. Man sollte sich grundsätzlich vorher Gedanken machen, wie und mit wem man zusammenwohnen will, weil das die Suche nachher erleichtert und nicht unnötig in die Länge zieht. Bezüglich der Kost suche, ist die Gegend nördlich der UGM zwischen Jl. Kaliurang und Jl. Gejayan (Jl. Affandi) empfehlenswert. Allerdings ist es nicht einfach Kosts zu finden, in denen Männer und Frauen wohnen können. Man findet viele Kosts nur für Frauen, aber auch nur für Männer. Preislich gibt es alle Klassen, angefangen bei vielleicht 300.000 Rp. bis hin zu 2.000.000 Rp. für das UGM eigene Wohnheim pro Monat. Dementsprechend unterschiedlich sind dann auch die Ausstattungen. Auch da kommt es dann darauf an, was man selber gerne für einen Standard und Komfort haben möchte. Internet ist meistens nicht vorhanden und ansonsten recht teuer.
Sport ist nicht so ein großes Thema in Yogyakarta. Die Stadt mit ihren Luftverhältnissen regt nicht gerade zum Joggen oder Fahrradfahren an. Für Freunde von Fitneßstudios bieten sich mehrere Möglichkeiten wie z.B. der Fitneßraum im Hotel Yogya Plaza das auch einen Swimmingpool hat in dem man durchaus ein paar Bahnen schwimmen kann. Für diejenigen mit einem kleineren Geldbeutel, eignet sich das Lembah Fitness. Es liegt östlich der UGM und ist in 10 Minuten zu Fuß zu erreichen. Ein weiteres gibt es in der Jl. Kaliurang in der Nähe vom Circle K. Ansonsten ist es aber möglich die Sportplätze der UGM zu nutzen und es ist durchaus üblich, dass die INCULS Studenten sich zu einer gepflegten Partie Fußball nachmittags oder am Wochenende treffen. Ansonsten ist Badminton ein großes Thema und wird eigentlich auch überall gespielt. Tennisplätze gibt es an den großen Hotels und können dort sicher auch gemietet werden. Golf ist ein größeres Thema in Indonesien mittlerweile. In Yogyakarta gibt es 3 Plätze, einen nahe des Flughafens, einen am Hyatt Hotel und Merapiview mit Blick auf den Merapi. Dieser hat auch eines der 10 schönsten Golflöcher in Indonesien. Wer exotischere Sportarten bevorzugt, wird sicher auch an einer der Universitäten fündig. So hat Leonie Schwarz z.B. ein Bogenschiessenangebot gefunden.
Das große Angebot an Essensmöglichkeiten und deren Variation bietet was für jeden Geschmack. Angefangen von einfachem gebratenen Reis/Nudeln, Bakso (Suppe) bis hin zu den verschiedensten indonesischen Spezialitäten. Wenn man in Yogyakarta ist, sollte man auf jeden Fall einmal Gudeg probieren. Es ist eine Spezialität aus Yogyakarta und ist eher süß. Überhaupt ist das Essen in Yogyakarta nicht so scharf wie in anderen Teilen des Landes. Wer mal etwas wagen möchte, hat auch die Möglichkeit etwas Ausgefallenes wie Hund oder Schlange zu probieren. Natürlich gibt es auch in Yogyakarta Fastfoodketten wie Mc Donalds oder KFC. Man findet aber auch indonesische Warung Ketten, die einem immer wieder begegnen, wie zum Beispiel SS (Special Sambal). Ansonsten gibt es auch die Möglichkeiten bei Waroeng Stake & Shake oder Obonk zu essen, die generell eher westliche Speisen anbieten. Dies aber zu sehr günstigen Preisen und auch sehr gut. Wenn man es etwas westlich will, dann lässt sich das Hani’s empfehlen (ein Stück hinter dem Hyatt Hotel), dort gibt es gute Pastagerichte, frische Salate, Wein, aber auch Brot was etwas stärker an deutsches Brot erinnert. Wer Pizza mag, sollte das Nannamia probieren, mit einer ausgezeichneten Steinofenpizza (hinter dem Yogya Plaza). Gut Essen kann man auch im Parsley’s Bakery and Resto in der Jl. Kaliurang, dort gibt es auch Free WLAN Access und dort trifft man im Zweifelsfall alle Komilitonen und Einheimische. Ansonsten kann man sehr gut sehen, in welchen indonesischen Warungs man essen kann, wenn man sich anschaut, wo die Einheimischen so essen.
Internet gibt es ansonsten an jeder Straßenecke. Man hat die Auswahl zwischen Restaurants/Cafes bei denen man seinen Laptop mitnehmen kann und über Wireless Lan das Internet nutzen kann oder Internetcafes mit fest installierten Rechnern. Die Internetverbindung ist meistens sehr schlecht, so dass man ausprobieren muss, in welchen Internetcafés man Vernünftig im Internet surfen kann. Dann ist es aber auch Möglich über Skype zu telefonieren und sogar Videotelefonie ist möglich. In der Jl. Kaliurang ist das Royal Internetcafé zu empfehlen (für feste Rechner aber auch mit WLAN) oder das VIDI in einer Seitenstraße der Jl. Kaliurang (man findet es leicht durch die großen Werbeschilder für das dazugehörige Hotel und Restaurant. Grundsätzlich muss man es einfach ausprobieren, um den bestmöglichen Anbieter zu finden.
Zum telefonieren, sollte man sich eine indonesische SIM-Karte besorgen, diese gibt es überall, man muss nur darauf achten, das man einen Anbieter auswählt, der im GSM Netz sendet, da in Indonesien (auf Java und Bali) mittlerweile auch der CDMA Standard auftaucht, den es aber in Deutschland nicht gibt und dementsprechend von unseren Telefonen auch nicht unterstützt wird. Man sollte vor Reiseantritt auch überprüfen, ob das Handy vom deutschen Provider gesperrt wurde, weil dann das Telefon in Indonesien nicht funktioniert. Die großen Telekommunikationsanbieter heißen Telkomsel, ProXL, Indosat und Telkom. Die Prepaid Pakete gibt es überall. Man sollte darauf achten, wo man das kauft, da die Händler für die Karten mit den Nummern unterschiedliche Preise nehmen, je nach dem wie gut die Telefonnummer ist, Normalerweise sollte die Karte den Preis von 25.000 Rp. nicht übersteigen. Genauso verhält es sich mit dem Guthaben (Pulsa), das kann an jeder Straßenecke gekauft werden, in verschieden großen Stückelungen (5.000 Rp. bis 100.000 Rp.). Das Guthaben wird meistens in Form eines elektronischen Vouchers übertragen, dafür tippt der Händler einen Code und die eigene Telefonnummer in sein Handy ein. Die Preise bewegen sich dann auch immer im Rahmen des Nennwertes, mal etwas weniger, mal etwas mehr, man sollte allerdings nicht unbedingt mehr zahlen, dann kann man immer noch zum nächsten Laden gehen. Es gibt viele Prepaid Angebote und die Preise ändern sich täglich. Die größten und gängigsten sind XL Bebas, Simpati, IM3 und Mentari. Wenn man in Deutschland anrufen will, dann nutzt man am besten Simpati mit der Billigvorwahl 01017. Allerdings kann es gerade am Abend länger dauern bis man eine Verbindung bekommt, generell sind die Mobilfunknetze am Abend gerne mal überlastet.
Von Deutschland aus kann man über Billigvorwahlen für 9 Cent die Minute auf Handys in Indonesien anrufen.

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